Bei den meisten unserer im Haus gehaltenen Ziervögel handelt es sich entweder um Graupapageien, Amazonen oder um bunte Sittiche.
Die Grauen, ursprünglich in Afrika beheimatet, sind für ihre Sprachbegabung, ihren Stolz und leichte Zähmbarkeit bekannt. Aber auch für ihre Schreckhaftigkeit, Ängstlichkeit und Sensibilität.
Die Amazonen, ursprünglich aus Mittel- und Südamerika kommend, gelten als robust und spielfreudig. Andererseits sind sie auch stimmgewaltig, eigenwillig und kämpferisch und insbesondere während der Balzzeit oft aggressiv.
Amazonen haben eine Neigung zum Dickwerden. Sie haben einen anderen Stoffwechsel als die Grauen und Sittiche, und man muss bei der Nahrung etwas aufpassen.
Die meisten Großpapageien klettern lieber als zu fliegen. Das Fliegen allerdings ist wichtig für ihre Gesundheit, für ihr Atmungssystem, Herz und Kreislauf. Deswegen sollten wir unsere Vögel immer in Bewegung halten. Ähnlich wie bei uns – wer rastet, der rostet.
Sittiche brauchen immer eine Gelegenheit zum Fliegen. Sie sind viel bewegungsfreudiger als Großpapageien.
Aber keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt durchaus auch Amazonen, die völlig anders sind als alle anderen – leise, sanft, sensibel.
Umgekehrt gibt es Graupapageien, die völlig gelassen sind, vor nichts Angst haben und welche, die nie sprechen, obwohl man es ihnen nachsagt.
Manche Vögel können sprechen oder pfeifen, Geräusche imitieren, ja richtige Sätze bilden und sie sogar passend präsentieren. Andere wieder könnten es, wollen es aber nicht. Wieder andere würden gern, können es aber nicht.
Jeder Vogel ist ein ganz eigenes Individuum. Es gibt ihn kein zweites Mal.
Bei all den Talenten in unseren Wohnräumen sind die ihnen ganz eigenen, angeborenen Töne, die sie untereinander austauschen, die schönsten, wie ich finde. Und wer hört nicht gern einen Sittich pfeifen, so wie ihm der Schnabel gewachsen ist? Vögel sind das Tollste auf diesem Planeten!